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Der Blaue Brief - 24.04.26
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Natürlich nicht, liebe/r Freund/in der Blauen Maschine, , aber vielleicht waren es ja die zahlreichen kostenfreien Programme, die nach dem letzten Blauen Brief für deutlich mehr Feedback als sonst gesorgt haben? Vielen Dank dafür, und wir bleiben darum auch beim Thema
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- Alles umsonst: Wenn Adobe Systemeinstellungen ignoriert
- Alles umsonst: Wie Sie Adobe (und Amerika) ignorieren können
- Alles umsonst: Wenn Artemis II die Geschichte ignoriert
- Nicht umsonst: Neues aus den Maschinenraum
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Alles umsonst: Wenn Adobe Systemeinstellungen ignoriert
Wir fangen kompliziert an, dann haben wir es hinter uns. Wissen Sie, was die "Host"-Datei auf Ihrem Rechner ist? Um es einfach zu erklären: Sie ist die erste Adresse für Ihren Rechner, wenn Sie eine Website aufrufen. Ist dort für betreffende Website ein DNS (Domain Name Systen) Eintrag hinterlegt, ruft Ihr Browser direkt die entsprechende Website auf. Ist dort nichts zu finden, wird Ihr DNS-Server angesteuert, über den dann wiederum die gewünschte Website aufgerufen wird. Kurz gesagt: Die Host-Datei beinhaltet Abkürzungen für den Spaziergang durchs Web.
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Aber - und jetzt wird es entscheidend: Die Host-Datei kann auch genutzt werden, um Webseiten zu blockieren oder umzuleiten, um so wiederum die Nutzer:innen vor Spam und ähnlichem zu schützen. Dass die Datei innerhalb des Systems eine wichtige Rolle spielt, erkennt man u.a. daran, dass man sie nur nach Eingabe des Administrator-Passworts bearbeiten kann.
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Warum wir das erzählen? Weil jetzt bekannt wurde, dass Adobe, schon länger für merkwürdige Praktiken bekannt, fröhlich und ungefragt in die Host-Datei der Nutzerinnen und Nutzer von Adobe-Produkten hineinschreibt. Aufrufe, etwa der Adobe-Cloud, werden unbemerkt auf Adobe-Server umgeleitet, die wiederum kontrollieren, ob es sich bei der genutzten Adobe-Software um eine Raubkopie handelt oder nicht.
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Offiziell also ein Kopierschutz - allerdings der rabiaten Art, von dem die Nutzerinnen und Nutzer in der Regel nichts mitbekommen. Entdeckt wurde das ganze eher zufällig vor einigen Wochen. Die Reaktionen waren entsprechend deutlich. Denn das ungefragte Schreiben solcher Einträge in Systemdateien kann man eigentlich nur von - Viren und Malware, kurz: Schadsoftware.
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Alles umsonst: Wie Sie Adobe (und Amerika) ignorieren können (II)
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Wenn Sie wegen der obigen Geschichte - und der Unabhängigkeit von US-amerikanischen Tech-Konzernen - nach eine Alternative zu Adobe suchen, hätten wir etwas für Sie. Denn tatsächlich gibt es für die zentralen Adobe-Produkte nicht-amerikanische Varianten, die zu allem Überfluss auch noch kostenlos sind:
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Für alles, was mit Photo- und Bildbearbeitung zu tun hat, bietet sich Affinity an - hervorgegangen aus den Programmen "Affinity Photo", "Affinity Designer" und "Affinity Publisher". Mit der Übernahme durch Canva wurden die Programme zu einer Komplettpaket zusammengeführt, das tatsächlich kostenlos (!) heruntergeladen und genutzt werden kann. Einzig für KI-Funktionen muss man bezahlen. Das einzige, was Affinitiy nicht bietet, ist eine Software, die nicht nur Photobearbeitung, sondern auch Verwaltung bietet. Für viele bleibt Lightroom von Adobe damit dann doch alternativlos. Leider.
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Wenn es um Bewegtbild sowie um Tonschnitt geht, nutzten Adobe-User:innen gerne Premiere und Audition. Beides kann durch das ebenfalls kostenfreie DaVinci Resolve ersetzt werden, das putzigerweise auch aus Australien kommt, und zwar von BlackMagic.
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Alles umsonst: Wenn Artemis II die Geschichte ignoriert
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Ok, das ist unfair und dem inneren Monk geschuldet. Eigentlich müsste es heißen: Wenn die NASA (und die Menschheit) die Geschichte der Mondmissionen und die Bilder davon vergisst. Denn bei aller Begeisterung über die Artemis-II-Mission bleibt, zumindest was die Fotografie angeht, ein leichtes "Alles schon mal da gewesen - aber in GUT!"-Gefühl.
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So sehr etwa das Party-Selfie der Astronauten, aufgenommen mit einem iPhone, heitere Stimmung verbreitet: An das Bild von Eugene Cernan während der Apollo-17-Mission, aufgenommen von Jack Schmitt, kommt es nicht heran.
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Und auch das beeindruckende Bild von Victor Glover kommt uns bekannt vor: Wally Schirra wurde bei Apollo 7 in ähnlicher Pose von Don Eisele fotografiert. Beide Apollo-Bilder wurden übrigens mit einer Hasselblad aufgenommen, im (natürlich analogen) 70mm-Format, während die Artemis-Besatzung meistens mit einer 10 Jahre alten digitalen Nikon D5 gearbeitet hat. Und das aus Gründen.
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Nicht umsonst: Neues aus dem Maschinenraum
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Wir räumen unsere (digitalen) Speicher auf, und das kann auch Auswirkungen auf unsere Kunden haben. Wundern Sie sich also bitte nicht, wenn Sie diesbezüglich demnächst eine mail von uns bekommen. Nichts schlimmes. Ist es ja nie.
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Und - ein JubiIäum zeichnet sich ab. Und Sie erfahren wie immer als erste, um was es sich handelt.
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Ein Wochenende mit wolkenfreier Sicht auf den Nachthimmel wünscht
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Bart Howard - Fly me to the moon
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