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Der Blaue Brief - 18.07.25

Alles andere, liebe/r Freund/in der Blauen Maschine , kann teuer werden. Und wenn Sie mittlerweile wegen der ständigen Verweise das Gefühl haben, wir wären hier beim „7.Sinn“ - geht uns genauso.

Aber manchmal gibt Dir das Leben Soziale Medien und die Anwälte machen Honorare draus. Also:
  • TikTok, Insta und die Musik
  • Was Adobe so treibt
  • Neues aus dem Maschinenraum

TikTok, Insta und die Musik

Jeder, der mal auch nur kurz auf TikTok vorbeigeschaut hat, weiß: Das Ding ist schon kein Kaninchenloch mehr, es ist eine zeitvernichtende Suchtmaschine. Eine Suchtmaschine, die es den „Creators“ (aka „Autor:innen“ aka "Steuerhinterzieher:innen") wirklich leicht macht, Inhalte zu erstellen. Inklusive automatischer Untertitel und einer riesigen Auswahl an Musiktiteln, die man unter den eben erstellten Beitrag legen kann. Und das Schöne ist: Die Musik ist (für nicht gewerblich Zwecke) auch rechtssicher nutzbar.
Soweit alle tikki tokki.

Wenn Sie jetzt sagen: „Moment, eine Plattform mit kurzen Videoclips - da gibt es doch noch eine, dieses Instagram?“ - stimmt, und auch alle anderen Plattformen mögen Clips. Warum also nicht einfach das eben erstellte TikTok runterladen und auf Insta und Facebook nochmal posten? Weil es eine Rechtsverletzung wäre (An dieser Stelle bitte die Ausrufezeichen dazu denken).

Einfach formuliert: Die Musik, die TikTok zur Untermalung von Beiträgen anbietet, ist von den Rechteinhabern nur für diese Plattform lizensiert worden. Für keine andere. Gleiches gilt umgekehrt: Wenn Sie auf Insta einen Film erstellen und die dort angebotene Musik nutzen, kann der auch einzig für Insta genutzt werden. Ihn auf TikTok auszuspielen, kann Probleme bereiten.

Ende vom Lied (sic): Musik kann nur auf der Plattform eingesetzt werden, auf der sie angeboten wurde. Alles andere: Eher nicht so.

Was Adobe so treibt

Stichwort „Eher nicht so“ (ja, die Übergänge): Adobe passt einmal mehr seine Preise an. Abgesehen von einer „verbesserten Nutzererfahrung“ (bitte ggf. durch anderes Buzzword ersetzen) wird es teurer und teilweise funktionseingeschränkter.

Zukünftig gibt es zwei Abo-Modelle, nämlich Standard (54,99$) und Pro (69,99$). Ein wesentlicher Unterschied: Das Standard-Abo schränkt die Funktionen der mobilen Anwendungen (etwa Photoshop oder Lightroom) deutlich ein. Das ist ärgerlich. Ein anderer: Mit dem Pro-Abo hat man Zugriff auf mehr KI-Funktionen. Allerdings fragt man sich: Will man das?
Ein Prompt, zwei Ergebnisse. Links ChatGPT, rechts Firefly. Da lohnt sich doch das Pro-Abo!
So, und falls Sie Adobe-Kunde sind und sich wundern, warum Sie noch nichts davon erfahren haben: Adobe lässt sich hier Zeit und informiert erst kurz der Abo-Erneuerung. Auch wenn die Änderung für Europa am 1. August in Kraft tritt, heisst es auf der Website: „ Wenn du also keine Benachrichtigung über eine Preisänderung erhalten hast, steht dein Verlängerungsdatum möglicherweise noch nicht kurz bevor.“ Mit anderen Worten: „Gib uns MORGEN(!) mehr Geld und dann zisch ab.“

Die Börse goutiert diese Haltung. Nicht. Der Kurs von Adobe ist im letzten Jahr um mehr als 38% gefallen. Upsi.

Neues aus Maschinenraum

Wir fotografieren Fussballerinnen und kommen uns bei der Nachbearbeitung vor wie damals auf dem Schulhof mit dem Panini-Sammelalbum: „Hab ich, hab ich, hab ich nicht, hab ich…“

Ein beschwingtes Wochenende wünscht

Die Blaue Maschine
Daniel Wagner
Marmorstatue, erstellt auf Grundlage von Prompts mit ChatGPT

"Don't you feel it growing day by day?
People getting ready for the new..."
Doobie Brothers - Listen to the music

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