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Der Blaue Brief - 20.02.26
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Aber nicht jede:r Feld-, Wald- und Wiesen-Internetnutzer:in, liebe/r Freund/in der Blauen Maschine . Warum sich das kürzlich geändert hat, und wer Peter Steinberger ist, darum geht es im heutigen Blauen Brief:
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- Schluss mit anonym: Neue Regeln bei der DENIC
- Schluss mit ChatBot: Die Agenten sind da
- Schluss mit Sienna Rose: Was macht Spotify da?
- Neues aus dem Maschinenraum
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Schluss mit Anonym: Neue Regeln bei der Denic
Das Ganze kam mehr so en passant, wie wir international aufgestellte Unternehmen zu sagen pflegen: Schon seit dem 6.12.2025 gilt für die DENIC eine neue gesetzliche Grundlage, die die Auskunftspflicht betrifft. Falls Sie sich fragen, wer oder was die DENIC ist: Hier werden alle in Deutschland angemeldeten .de-Domains registriert. Ggf. also auch Ihre.
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Die Änderungen auf einen Blick. Bild: DENIC 2026
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Konnte man bislang über die WhoIs-Abfrage (Also: Wer ist der Domain-Inhaber?) kaum etwas über die/den Besitzer:in einer Domain erfahren, gilt dies jetzt nicht mehr. Zumindest dann nicht, wenn der Domain-Inhaber eine juristische Person ist, also ein Unternehmen, ein Verein oder ähnliches. Dann wirft die DENIC die zentralen Angaben und Kontaktdaten aus.
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Nicht so bei Privatpersonen, die können weiterhin Domains buchen, ohne fürchten zu müssen, dass jeder erfährt, wer hinter www.deine-mutti-klaut-bei-kik.de steckt. Ach, und wenn Sie eine WhoIs-Abfrage durchführen wollen: Den Link zur DENIC finden Sie unten. Lassen Sie sich nicht durch andere, von Google generierte Ergebnisse irritieren. Die DENIC will Ihnen nichts verkaufen. Die anderen schon.
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Schluss mit ChatBot: Die Agenten sind da
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Wenn Sie nicht wissen, wer Peter Steinberger ist - machen Sie sich nichts daraus. Nicht mal die sonst alles wissende WikiPedia ist sich anscheinend darüber einig, wie wichtig der Mann wirklich ist.
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Ist der wichtig? Oder kann der weg?
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Um es kurz zu machen: Steinberger hat mit Clawdbot (jetzt OpenClawd) die australische Trichternetzspinne des Internets (Wortspaß entdeckt?) erfunden. Oder besser gesagt: Einem ChatBot (zuerst ChatGPT, später OpenClaude) gesagt, was er gerne haben möchte. Dieses Verfahren nennt man, nebenbei bemerkt, Vibecoding. Dabei wird kaum noch selbst programmiert, sondern mittels Prompt das gewünschte Ergebnis beschrieben - analog der Generierung von KI-Bildern und Texten. Den Rest macht die Maschine.
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Herausgekommen ist in diesem Fall ein KI-Agent, der, wenn man ihm den Zugriff auf den eigenen Rechner einräumt, im Zweifelsfall nicht nur Fragen beantworten kann, sondern tatsächlich Dinge tut. Reisen bucht, E-Mails schreibt, Fotos sortiert.
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Kurz gesagt: Anders als die generative KI der "Large Langauge Models" (LLMs) erzeugt er nicht nur Inhalte aufgrund seiner Trainingsdaten und aufgrund verschiedene Wahrscheinlichkeiten (Stichwort: "Stochastischer Papagei"). OpenClawd agiert. In Ihrem Namen.
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Sagen Sie nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt,
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Dass damit nicht nur einige, sondern gewaltige (Haftungs)Risiken für die jeweiligenBetreiber:innen verbunden sind, ist klar. Wer es dennoch riskieren möchte, kann dies jederzeit tun, denn das Projekt bleibt OpenSource, also öffentlich verfügbar, benötigt aber entsprechendes Expert:innenwissen, um es nutzen.
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Die Variante, die dann auch Oma Pachulke nutzen (und ggf. ins Unglück stürzen kann), wird Steinberger zukünftig bei OpenAI entwickeln, die haben ihn vor wenigen Tagen angeworben.. Und diese Variante wird dann garantiert weder kosten- noch werbefrei sein. Mehr dazu in einem sehenswerten Interview aus Österreich. Die vermeintliche Naivität des TechBros ist auch hier nicht zu übersehen.
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Schluss mit Sienna Rose: Was macht Spotify da?
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Zum Schluss noch eine weitere Sotisse zum Thema KI: Wenn Sie nicht wissen, wer Sienna Rose ist, macht das nichts. Spotify weiss es - und sagt es anscheinend nicht. Denn aller Wahrscheinlichkeit ist Sienna Rose ein pures KI-Produkt, das es bei Spotify auf mehrere Millionen Abrufe bringt.
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Schlimm ist das nicht - fragwürdig ist aber die Tatsache, dass sich Spotify trotz einer ganzen Reihe von Hinweisen offenbar weigert, Sienna als dazu zu kennzeichnen, was sie ist. Künstlich.
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Andererseits: Wenn es stimmt, was die L.A. Times schreibt - dass 40% aller hochgeladenen Musik mittlerweile KI-erzeugt ist -, ist das auch schon wurscht. Oder?
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Neues aus dem Maschinenraum
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Zunächst: Kudos vor unseren Leser:innen. Der in der letzten Ausgabe erwähnte Kollege mit dem Projekt Grounding Pages hieß nicht Hannes Kronenberg, sondern Hanns Kronenberg. We stand corrected. Und ansonsten: Wir drucken Visitenkarten - in wirklich hohen Auflagen. Klar, wenn die Messe unseren Kunden ruft…
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Ein Wochenende voll Selbsterkenntnis wünscht
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„Come closer, I know who you are, I know who you are“
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Gene Simmons - Livin in Sin
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