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Der Blaue Brief - 03.07.26

Und ja, liebe/r Freund/in der Blauen Maschine, , wir beziehen uns auch auf die Fußballweltmeisterschaft, wenngleich nicht auf das Ausscheiden der Deutschen. Es ist eher die Technik abseits des Spielfeldrandes, die fasziniert. Unter anderem. Heute also:

  • Überrascht: Kameras bei der Fußball-WM
  • Überrascht: KI kann irren
  • Überrascht: KI kann nicht kochen
  • Überrascht: Neues aus dem Maschinenraum

Überrascht: Kameras bei der Fußball-WM

Falls Sie kein Fußball-Nerd sind (wir sind es nicht, haben wir doch bis vor einigen Wochen noch geglaubt, Italien sei mit von der Partie), fragen Sie sich vielleicht auch, wie eigentlich dieser Videobeweis funktioniert, der auch beim Spiel der deutschen Mannschaft eine Rolle gespielt hat. Mit den Kameras, die wir am Spielfeldrand (oder auch darüber sehen), hat das jedenfalls wenig zu tun.

Tatsache ist: Der Schiri sieht deutlich mehr als wir. Denn neben den zahlreichen Fernsehkameras arbeiten bis zu 45 SAOT-Kameras während eines Spiels; in der Summe werden bis zu 7 Terabyte an Bilddaten pro Sekunde (!) übertragen. Die Bilder dieser „Semiautomated Offside Technology“-Kamera sowie die Daten des Balls - ein eingebauter Sensor überträgt ebenfalls Daten, und zwar 500-mal pro Sekunde - sind die Grundlage für das VAR-System („Virtual Assisted Referee“). Die Spieler wiederum wurden vor dem Turnier im 360-Grad-Verfahren gescannt und bis auf wenige Millimeter exakt vermessen.

Wenn Ihnen jetzt schwindlig ist - mehr dazu gibt es etwa bei Wired.

Überrascht: KI kann irren

Das ist natürlich Unsinn, denn das wissen wir schon lange. Wenn es eines weiteren Beweises gebraucht hätte: Die Krankheit „Bixonimania“ hat den Beweis geliefert. Erdacht hat diese Krankheit die schwedische Forscherin Almira Osmanovic Thunström: Versehen mit zahlreichen Quellenangaben wie „Starfleet Academy“ und „Fellowship of the Ring“, hat sie das entsprechende Paper auf einem Wissenschaftsserver publiziert, und es dauerte nur wenige Wochen, bis die KI die angebliche Augenerkrankung, ausgelöst durch zu viel blaues Bildschirmlicht, in ihre Texte übernahm.

Selten war der Satz „Trau, schau, wem“ richtiger.

Überrascht: KI kann nicht kochen

Normalerweise schreiben wir nichts, was DER SPIEGEL schon publiziert hat (normalerweise ist es ja eher umgekehrt ;-)). Diesmal machen wir aber eine Ausnahme. Sie suchen nach neuen Ideen für Hamburger? Dann empfehlen wir Ihnen ai4Burgers. Basierend auf Ihren Angaben schraubt Ihnen die KI, entwickelt immerhin an der Standford Universität, das passende Rezept zusammen, je nach Alter, Gewicht, Größe und dem Grad der sportlichen Aktivität (sic!).
KI-Burger nach KI-Rezept
Aber Achtung: Was dabei herauskommt, ist weniger ein Rezept als eine Zutatenliste. Die ist zwar manchmal originell und bis auf das Zehntelgramm genau. Bauen müssen Sie sich Ihren Burger aber dann selbst. Allerdings können Sie auch vorher die KI fragen, wie der Burger aussehen wird.

Überrascht: Neues aus dem Maschinenraum

Sind wir. Und ein bisschen traurig. So reagieren wir eben, wenn wir einen Kunden, den wir nach drei Jahren Vorarbeit gewonnen haben, nach nur einem guten Jahr wieder verlieren. An uns - ehrlich - lag es nicht. Ändert nichts.

Und jetzt? Maschine ölen, weitermachen. Passiert eben.

Und natürlich zählen wir weiter. Noch 2.
Ein Wochenende ohne Überraschungen wünscht

Daniel Wagner
Die Blaue Maschine

"The more the world is changing
the more it stays the same"
Cilla Black - Surprise! Surprise!
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