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Der Blaue Brief - 05.12.25

Diese Headline funktioniert immer, liebe/r Freund/in der Blauen Maschine , oder? Auch kurz vor den Feiertagen. Diesmal aber ist es kein Clickbait, sondern leider handfeste Realität. Von der wir, und hoffentlich auch Sie, verschont bleiben. Heute also:
  • Anzeige ist raus: Musik bei TikTok und Co
  • Buch ist drin: Was wir gerade lesen
  • Neues aus dem Maschinenraum

Anzeige ist raus: Musik bei TikTok und Co

Es ja auch wirklich bequem: Egal, in welchem Sozialen Netzwerk Sie Ihre Reel oder Ihren Clip erstellen - sie alle bieten gleich die passende Musik mit an. Einfach „Sound hinzufügen“ anklicken, und schon hat man Zugriff auf eine entsprechende Musikbibliothek, um die eigenen Werke zu untermalen. Eine Praxis, die nicht nur manchen Film erträglicher macht, sondern auch für mehr Reichweite sorgen soll.

Aber Achtung: Nur, weil Sie einen Film mit dem Instagram-Tool erstellt und mit Musik versehen haben, heißt das nicht, dass Sie das Ergebnis auch woanders nutzen dürfen. Mit anderen Worten: Was im Netzwerk entsteht, sollte im Netzwerk bleiben. Filme, die Sie mit Musik aus Instagram verschönert haben, sollten Sie tunlichst nicht auf YouTube oder LinkedIn ausspielen. Denn: Die Lizenzierung der jeweiligen Titel gilt in der Regel nur für das Netzwerk, aus dessen Bibliothek sie stammen.

Mit anderen Worten: Der Insta-Clip mit der schönen Musik stellt auf YouTube möglicherweise eine Urheberrechtsverletzung dar. Und das hat, wir wissen es, Post vom Anwalt zur Folge. Die Summen, um die es geht, sind keine Centbeträge; 3.000 Euro im letzten uns bekannten Fall.

Life Hack darum von uns, und ganz ohne Kosten: Erstellen Sie zwei Varianten des Clips im Editor Ihrer Wahl. Einmal mit Musik aus dem jeweiligen Netzwerk, einmal trocken. Die trockene Variante importieren Sie in die jeweils anderen Kanäle und suchen sich eine neue, passende Musik aus der dortigen Bibliothek. Done. Gern geschehen.

Buch ist drin: Was wir gerade lesen

Lange her, dass wir unter dieser Rubrik geschrieben haben. Aber dieser Flohmarkt-Fund ist einige Zeilen wert. Das Edixa Buch - ein Buch der Praxis" befasst sich ausführlichst mit der Edixa-Mat Reflex, einer deutschen Spiegelreflexkamera aus den 50er und 60er-Jahren. Über die Kamera wird an anderer Stelle zu handeln sein, das Buch selbst aber ist ein reizendes Beispiel deutscher Nachkriegsfotoprosa, wie sie keine KI schöner hinkriegt. Merke: „Eine Kamera ist Kamerad für stille Stunden.“

Neues aus dem Maschinenraum

Wir packen, backen und unterschreiben Weihnachtspost. Stille Stunden ohne Kamera(d).

Dasselbige zum Wochenende wünscht

"I got a Nikon camera
I love to take a photograph"
Paul Simon - Kodachrome
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