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Der Blaue Brief - 02.10.26
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Ja, liebe/r Freund/in der Blauen Maschine, , in diesem Titel fehlt etwas. Es ist allerdings auch gar nicht so eindeutig mit dieser Vergangenheit. Good? Bad? Ugly? Und weil das so knifflig ist, heute mal von allem etwas:
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- Früher war alles – good: Sanzo Wada
- Früher war alles – bad: Robert Capa
- Früher war alles – ugly: Enshittification
- Morgen ist alles - nice: Neues aus dem Maschinenraum
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Früher war alles – good: Sanzo Wada
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Sie kennen Sanzo Wada nicht? Da sind Sie nicht alleine, uns war der Name bis vor wenigen Wochen auch nicht geläufig. Sanzo war ein - politisch nicht ganz unumstrittener - japanischer Künstler und Maler, der einen der ersten Versuche unternommen hat, Farben bzw. Farbkombinationen zu standardisieren.
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Zusammengefasst hat er das unter anderem im „Dictionary of Color Combinations“ (1918). Es versammelt 348 sorgfältig zusammengestellte Farbkombinationen und richtete sich ursprünglich an Kunststudierende sowie professionelle Gestalter.
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Das Buch gilt als eines der frühesten systematischen Nachschlagewerke seiner Art und kann als Vorläufer moderner Farb- und Designhandbücher verstanden werden. Zu finden ist das Ganze auch online – als Nachschlagewerk, aber auch als interaktiver „Farbkombinationssucher“.
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Früher war alles – bad: Robert Capa
Schließen Sie die Augen und denken Sie an die wichtigsten (oder ikonischsten) Bilder der Menschheitsgeschichte. Neben Kim Phuc (dem sogenannten Napalm-Mädchen) und Neil Armstrong auf dem Mond (eine Studioaufnahme, zweifellos) kommen Ihnen möglicherweise auch die Aufnahmen der Alliiertenlandung in der Normandie in den Sinn.
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Die berühmtesten hat der Kriegsreporter Robert Capa gemacht – sie sind so berühmt, dass sie einen eigenen Namen bekommen haben: „The Magnificent Eleven“. Denn von jenen 106 Fotos, die Capa am D-Day gemacht haben will, sind nur elf erhalten.
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Um diese Elf ranken sich zahlreiche Geschichten, Mythen und - Schuldzuweisungen. Damit aufräumen möchte ein Artikel auf Substack, der detailliert erklärt, wie es zu den Bildern kam und wo die fehlenden 95 möglicherweise geblieben sind.
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Früher war alles – ugly: Enshittification
Vor einigen Ausgaben haben wir über das großartige Video des Norway Consumer Council (eine Verbraucherschutzorganisation) über Enshittification berichtet – die Neigung der Konzerne, ursprünglich gute Produkte zunehmend zu verschlechtern.
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Nun hat das Council noch einmal nachgelegt. Denn es gibt ja nicht nur die Verschlechterung von digitalen Produkten wie Lightroom (nimm dies, Adobe) oder WhatsApp. Auch in der analogen Welt gibt es Beispiele zuhauf – Profis nennen das „geplante Obsoleszenz“. Kurz: Dinge werden so konstruiert, dass sie irgendwann kaputt gehen müssen - und nicht mehr repariert werden können. Dieses Themas nimmt sich der aus dem ersten Teil bekannte Enshittificator an – gemeinsam mit seinem Partner Tod. Mehr als sehenswert.
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Morgen ist alles - nice: Neues aus dem Maschinenraum
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Wir führen viele Gespräche – manchmal gehen sie gut aus und manchmal nicht. So ist das Leben.
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Und wir freuen uns über die Leser:innen des Blauen Briefes. Zu jenem Menschen, der uns vor einigen Monaten eine alte Digitalkamera vermacht hat, kommt nun eine Leserin, der wir einen MiniDisc-Player zu verdanken haben – samt Mix-Disc. Sagenhaft!
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Falls wir also mal nicht ans Telefon gehen, könnte es daran liegen, dass die Musik nicht nur sehr gut, sondern auch sehr laut ist.
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Ein Wochenende voll lauter Musik wünscht
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It's a chance you have to take with love"
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