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Der Blaue Brief - 21.11.25

Mit der Mondlandung, liebe/r Freund/in der Blauen Maschine , hat der heutige Blaue Brief nichts zu tun, wenn auch nVidia-Chef Jen Hsun-Huang die Entwicklung der KI als neuen „Apollo“-Moment bezeichnet hat. Was sie aus vielen Gründen natürlich nicht ist. Aber: Einen kleinen Sieg gibt es in der Tat zu vermelden:
  • Hacker contra user 1:1
  • GEMA contra KI 1:0
  • Weihnachtsstress contra Blaue Maschine 0:1

Hacker contra user 1:1

Das klingt vielleicht pessimistisch und gerne hätten wir geschrieben, dass alles fein ist. Aber den Schlagzeilen der vergangenen Woche konnte man sich kaum entziehen: Passwörter! GEKLAUT! 😳 1,3 MILLIARDEN! 😱 O!M!G! 😬
Aber erfreulicherweise lieferten die Redaktionen einen ersten Ansatz zur Überprüfung gleich mit - auf der Seite haveibeenpwned kann man überprüfen, ob die eigene mail-Adresse zu den betroffenen Daten gehört.
Das ist zwar schön, aber leider nur bedingt aussagekräftig, da die Antwort hier nur ein einfaches Ja oder Nein ist. Wenn Sie es genauer wissen wollen, empfehlen wir die Seite vom Hasso-Plattner-Institut. Die wirft Ihnen nicht nur ein Ergebnis aus, sondern wertet dies auch ausführlich aus. Inklusive der Datentypen und - was noch wichtiger ist - der Accounts.
In unserem Fall sind es drei betroffene Accounts. Zwei davon bei Plattformen, die wir schon lange nicht mehr nutzen. Aber was zum Teufel war noch mal ulmon.com?

GEMA contra KI 1:0

Dies ist zumindest die Auffassung des Münchner Landgerichts, das in einem aufsehenerregenden Urteil der ChatGPT-Mutter OpenAI das wilde Sammeln und Nutzen von Daten untersagt bzw. die damit möglicherweise verbundene Urheberrechtsverletzungen angemahnt hat. Rechtskräftig ist das ganze noch nicht, und es ist davon auszugehen, dass das Ganze vor dem EUGH landet. Die Folgen? Kaum abzusehen. KI-Unternehmen jammern - wenn Sie Spaß haben wollen, frage Sie mal ChatGPT; die Antworten könnten Sie verstören. Und Anwaltskanzleien freuen sich.

Was Sie tun können? Zum Beispiel mit der robot.txt bestimmte Crawler der Suchmaschinen und der KI von Ihrer Website ausschliessen. Nicht wirklich neu. Einzig die Feinstufigkeit ist bedenkenswert. Denn tatsächlich lässt ein Unternehmen wie OpenAI nicht einen, sondern mindestens drei Crawler auf Sie los. Vereinfacht:

1.) Den Bot: Er sammelt Daten, um sein Modell zu trainieren. Das können Bilder, Texte oder - wie im Fall der GEMA - Songs sein.
2.) Den Agent: Der Teil der KI, der Fragen der User beantwortet, also Funktionen etwa von Google übernimmt.
3.) Den Operator: Er übernimmt Aufgaben der User in Online-Anwendungen, etwa bei der Buchung von Reisen.

Während der Operator im Einzelfall nützlich sein mag, sollte der Bot eher keinen Zugang erhalten. Denn er ist es, der bislang Daten sammelt und in die KI-Maschine wirft, egal, wem sie gehören. Der Agent wiederum sollte möglicherweise herzlich eingeladen werden, sorgt er doch bei Suchanfragen über KI dort über Sichtbarkeit.

Kompliziert? Wir helfen gerne. Ohne KI.

Weihnachtsstress contra Blaue Maschine 0:1

Klingt gelogen? Ist aber so. Sie werden schon sehen. 😊 Und bis dahin bringen wir für einen unserer Kunden eine LinkedIn-Kampagne an den Start. Und nehmen uns fest vor, endlich endlich ENDLICH den Blogbeitrag zu schreiben, in dem wir erklären, warum Blitze (beim Fotografieren) vom Teufel sind. Meistens.

Ein blitzfreies Wochenende wünscht

"So if you see me
Acting strangely
Don′t be surprised"
Styx - Mr. Roboto
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