Smartphone-Fotografie in Schwarzweiß: Mehr als nur ein Filter

Ja, Smartphones machen tolle Fotos. In Maßen und für den jeweiligen Zweck. Und mit Filtern kann man alles noch mal aufhübschen. Alles fein. Aber wenn es um Smartphone-Fotografie in Schwarzweiß gehen soll, kommen die Bordmittel auch aktueller Modelle schnell an ihre Grenzen. Dann sollte die richtige App ins Spiel kommen, und eine davon ist die Argentum App, kombiniert mit einem iPhone und dessen Weitwinkelkamera, die aus dem Handy ein Weitwinkelwunder machen kann. Dann kann man mit einer Brennweite von 13mm auch Reportage in Schwarzweiß machen.

Inhalt

Die Argentum Camera App

Wir haben diese App bereits an anderer Stelle gelobt, und wiederholen dies (unbezahlt) gerne noch einmal. Argentum Camera ist eine Schwarz-Weiß-App für das iPhone, die jedoch mehr tut als „nur“ schwarz-weiß abzubilden bzw. zu simulieren. Hinterlegt sind – als bezahlbare Filter – die „Looks“ einiger ikonischer Fotografen, genauer Ansel AdamsHenri Cartier-BressonIrving PennGarry WinograndYousuf Karsh und Dorothea Lange. Adams, Winogrand und Dorothea Lange dürften zu den Bekannteren zählen – wer sich ein wenig mit Fotografiegeschichte und Theorie befasst hat, sollte die Namen kennen. Ansel Adams etwa ist berühmt durch seine Naturaufnahmen, beispielsweise vom Yosemite-Nationalpark. Dorothea Langes Bild der Wanderarbeiter-Mutter ist ebenfalls weltberühmt.

Neben den eigentlichen Filtern erlaubt Argentum weitere Anpassungen: Dazu gehört eine Belichtungskorrektur, die bis 3 Blendenstufen nach oben oder unten verändert werden kann. Die App speichert in .heic, .jpg und .tiff und bietet die Option, neben dem Schwarz-Weiß-Foto auch das originale Farbbild zu behalten. Die Möglichkeit, das Bild in RAW abzuspeichern, klingt toll, funktioniert (noch) allerdings nur bei der „normalen“ Brennweite des iPhones, und nicht beim Ultraweitwinkel. Aber das kommt vielleicht ja noch. Nebenbei bemerkt: Der Support der App ist super, die Antwortzeiten sind sensationell.

Smartphone-Fotografie in Schwarz-Weiß

Wenn man sich nicht entweder auf die Fotografie mit Weitwinkel spezialisiert hat, und wer hat das schon, oder ein 14 – 24 mm f/2,8 von Sony oder Sigma sein Eigen nennt UND das auch noch zufällig auf der Kamera hat, wird es schwierig, ein weitwinkliges Motiv aus dem Handgelenk einzufangen, das zufällig (die Betonung liegt hier auf „zufällig“) des Weges kommt. Bis die Kamera ausgepackt ist und ggf. auch noch das Objektiv gewechselt ist, ist der Moment vorbei. Oder aber das Motiv ist verschreckt, denn die Weitwinkel-Zooms sind halt dann doch ziemliche Kracher. Und ja, wir wissen, dass es auch weniger auffällige Weitwinkel-Objektive gibt, aber – siehe oben: Wer hat das schon immer auf der Kamera? Nun gelten 13mm (die Brennweite des Ultraweitwinkels des iPhones) auch aus anderen Gründen nicht gerade als Immer-Drauf-Brennweite. Schon gar nicht für die sogenannte Street-Fotografie, was immer das auch sein mag. Dass man mit der Brennweite durchaus auch Reportage machen kann, zeigen wir hier. Aber vorher ein bisschen Natur. Für Natur- und Architekturfotografie ist Weitwinkel immer gut, und in Schwarz-Weiß erst recht.
Smartphone-Fotografie in Schwarzweiß: Burghausen mit der Argentum App

Reportage mit dem Smartphone in Schwarzweiß - mit der Argentum Camera App

Es geht aber eben nicht nur um den Blick auf ein Gebäude oder die Straße, die unter dramatischen Wolken zum Horizont führt. Weitwinkel funktioniert, richtig eingesetzt, auch in der Reportage. Dies bedeutet aufgrund des extremen Blickfelds von 120 Grad natürlich, mittendrin zu sein. Wer am Rand steht, vergibt sich mit dieser Brennweite die Chance auf interessante Blickwinkel und aufregende Perspektiven. Dass man im Zweifelsfall auch den Detail-Ausschnitt croppen kann, zeigt das letzte Beispiel vom Fronleichnamsfest in St. Gilgen in Österreich.

Und das Ganze noch ein wenig aufgehübscht mit „Series“ und „Squareready“

Entgegen unseren ersten Behauptungen postet die Blaue Maschine auf ihrem Instagram-Account mittlerweile auch iPhone-Bilder. Wer auf diesem Kanal 16:9-Aufnahmen veröffentlichen will, landet aber leider immer im quadratischen Insta-Format oder aber bei einem unschönen Balken ober- und unterhalb des Bildes. Dem Kollegen Alfonso Saucedo (KUDOS!) aus Los Angeles verdanke ich den Hinweis auf zwei kleine Apps, mit denen man recht fix die Bilder so einrahmen kann, dass sie hübsch rüberkommen und im Feed auch ein wenig Eindruck machen.

Mit Squareready (hier für Android) fassen Sie das Bild in einen weißen Rahmen, und speichern es in einem Insta-tauglichen Format ab. Nachdem die extremen Weitwinkelaufnahmen auf dem verhältnismäßig kleinen Screen des Handys viel verlieren, lässt sich das Bild mit Series in mehrere, nahtlos aneinandergereihte Frames fassen. Damit bieten Sie Ihren Followern sowohl ein Einzelbild als auch ein Set für die Detail-Ansichten.

Das Logo der Blauen Maschine
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